Rauschen: Ein unerwünschtes hochfrequentes elektrisches Signal, das das normale Spannungsmuster (Sinuswelle) verändert. Rauschen kann entweder von hoher Amplitude oder von niedriger Amplitude sein.
Regeltransformator: Erhält bei Änderungen der Eingangsspannung um bis zu 20% eine relative konstante Ausgangsspannung aufrecht. Regeltransformatoren sind häufig ein ferroresonanter Transformatorentyp, bei dem die Spannung geregelt wird, indem ein Strom in einem magnetischen Feld gespeichert wird. Regeltransformatoren sind im Allgemeinen Geräte mit hoher Impedanz und damit für die meisten modernen Computer mit Schaltmodus-Netzteilen ungeeignet.
Schaltnetzteil (SNT): Eine Netzteiltechnologie, mit der Wechselstrom in Gleichstrom zur Verwendung durch ein elektronisches System umgewandelt wird. Die SNT-Technologie nutzt Schalttransistoren, die mit sehr hoher Frequenz betrieben werden, um ein Kondensatorreservoir in ausreichend geladenem Zustand zu halten, um die richtige Gleichspannung zu liefern, die vom elektronischen Schaltkreis benötigt wird. Die SNT-Technologie hat einen hohen Wirkungsgrad, weil sie keine „verlustreiche“ Reihenregelung braucht, die in linearen Netzteilen verwendet wird. Aus dem Schaltkreis wird nur dann Strom entnommen, wenn der Ladungszustand des Kondensatorreservoirs dies erfordert. Die SNT-Technologie ist insofern eine Technologie „konstanter Leistung“, als die Stromaufnahme des Netzteils steigt, wenn die Netzspannung sinkt, und die Stromaufnahme sinkt, wenn die Netzspannung steigt. Die SNT-Technologie ist relativ unempfindlich gegenüber Spannungsregelungsproblemen. Die Technologie verwendet eingangsseitig jedoch keinen Abspanntransformator, was bedeutet, dass sie das elektronische System nicht befriedigend von der Stromquelle isoliert. Die SNT-Technologie produziert wegen der hochfrequenten Arbeitsweise der Schalttransistoren elektrisches Rauschen.
Scheinleistung: Die Leistung, die scheinbar von einer Last aufgenommen wird. Die Scheinleistung wird in VA oder Volt-Ampere ausgedrückt und wird berechnet, indem der von der Last aufgenommene Strom mit der Spannung multipliziert wird, die die Last versorgt.
Swell: Jeder kurzzeitige (weniger als eine Minute) Spannungsanstieg.
Spannung: Der elektrische „Druck“, der für den Stromfluss sorgt.
Spannungsregler: Ein Gerät, dass die Ausgangsspannung trotz schwankender Eingangsspannung innerhalb eines erwünschten Bereichs hält. Diese Geräte bieten normalerweise wenig oder gar keinen Schutz gegen Spannungsspitzen oder Rauschen.
Spitze: Siehe „Überspannung".
Störung: Jegliche Abweichung von den Nennwerten der Spannungsquelle. Störungen können Stöße, elektrisches Rauschen, Spannungsänderungen, Oberschwingungen, Ausfälle etc. sein.
Stoß: Siehe „Überspannung"
Strom: Der „Fluss“ der Elektrizität. Ähnlich wie Wasser folgt ein Strom dem Weg des geringsten Widerstands. Folglich findet ein elektrischer Strom immer den einfachsten Weg zur Erde. Strom wird in A oder Ampere gemessen.
Symmetrische Spannung: Jede Spannung (außer der grundlegenden 50 Hz oder 60 Hz), die zwischen Phase und Nulleiter in einem Einphasensystem oder zwischen zwei beliebigen Phasen in einem Drehstromsystem gemessen wird. Eine symmetrische Spannung kann jede Amplitude oder Frequenz haben. Symmetrische Störspannungen können den zuverlässigen Betrieb eines Computersystems stören oder Komponenten verschlechtern oder zerstören. Symmetrische Spannungsstörungen sollten auf 10 Volt oder weniger begrenzt werden.
Trenntransformator: Ein Gerät, das empfindliche elektrische Geräte elektrisch trennt und schützt, indem elektronisches Rauschen gepuffert und die Verbindung zwischen Nullleiter und Erde wiederhergestellt wird. Kraft der Verbindung zwischen Nullleiter und Erde eliminieren Trenntransformatoren Spannungen zwischen Nulleiter und Erde – eine Art von Gleichtaktstörungen.
TVSS: Siehe „Überspannungsschutzgerät"
Unterbrechung: Siehe „Ausfall".
Überspannung: Ein Anstieg der Spannung außerhalb der normalen Spannungsbereiche (10% oder mehr), der mehr als eine Minute lang dauert.
Überspannung: Ein plötzlicher dramatischer Anstieg der Spannung, der typischerweise weniger als 1/120 Sekunde lang dauert.
Überspannungsableiter (SPD, Surge Protective Device): Ein Gerät, das dafür gemacht ist, plötzliche hohe Spannungen zu begrenzen. Auch bekannt aus Überspannungsunterdrücker, Überspannungssperre und Spannungsspitzenunterdrücker (TVSS, Transient Voltage Surge Suppressor). Diese Geräte reichen aus, um das Ausmaß katastrophaler Ereignisse zu mindern. Sie arbeiten jedoch so, dass überschüssige Spannung in die Sicherheitserdung des elektrischen Systems abgeleitet wird. Dabei erzeugen sie eine Gleichtaktstörung, die die Funktion von mikroprozessorbasierten elektronischen Systemen unterbrechen kann.
Unterspannung: Ein Spannungsabfall außerhalb des normalen Spannungswerts (10% oder mehr), der länger als eine Minute lang andauert.
Unterbrechungsfreie Spannungsversorgung (USV): Ein System, dass so konstruiert ist, dass es automatisch Spannung liefert, falls die Netzspannung unterbrochen wird. USV gibt es als Ersatzspannungsquelle in Line-Interactive Ausführung oder als Online Ausführung. Eine USV sorgt nicht notwendigerweise für die Spannungsqualität und man muss darauf achten, dass die USV alle Anforderungen an die erforderliche Spannungsqualität erfüllt.
Volt: Eine Einheit für den elektrischen Druck. In einem Wassersystem könnte der Druck als Kilogramm pro Quadratzentimeter ausgedrückt werden. In einem elektrischen System wird der Druck, der die Elektronen dazu veranlasst, sich zu bewegen, Spannung genannt. Die in den meisten Wohnhäusern verwendete Spannung beträgt 120 und 240 Volt. Unternehmen benutzen typischerweise Spannungen von 120 und 208 oder 277 und 480 Volt.
Volt-Ampere (VA): Das Produkt aus Volt mal Ampere. Ein Kilovolt-Ampere (kVA) entspricht eintausend Volt-Ampere. VA ist auch als Scheinleistung bekannt
Wahre Leistung: Siehe „Wirkleistung“
Watt (W): Eine Leistungseinheit, die dem Produkt aus dem Stromwert von einem Ampere entspricht, der in Phase mit dem Druck von einem Volt fließt. Ein Kilowatt sind tausend Watt. Watt ist ein Ausdruck für wirkliche oder Wirkleistung.
Wattstunde (Wh): Eine Energieeinheit, die einer Leistung von einem Watt eine Stunde lang entspricht. Eine Kilowattstunde sind tausend Wattstunden.
Wechselrichter: Gerät, das Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) umwandelt.
Wechselstrom (AC): Ein elektrisches System, bei dem die Spannungspolarität und der Stromfluss regelmäßig die Richtung ändert. Ihr Zuhause ist ein Beispiel für ein System, das mit Wechselstrom betrieben wird.
Wellenformstörung: Jede Qualitätsabweichung hinsichtlich der Wellenform der Spannung oder des Stroms.
Widerstand: Der Widerstand, den ein Material einem gleichförmig fließenden elektrischen Strom in einem Gleichstromkreis entgegensetzt. Der Widerstand wird in Ohm gemessen.
Wirkleistung: Der Leistungsbetrag, der tatsächlich von der Last verbraucht wird. Die Wirkleistung wird in Watt angegeben und wird berechnet, indem der von der Last verbrauchte Strom gemessen und mit der Spannung multipliziert wird, mit der die Last versorgt wird und das Ergebnis dann mit dem Leistungsfaktor der Last multipliziert wird.
Die Neunen der Zuverlässigkeit: Die Zuverlässigkeit eines elektrischen Systems ist eine Kombination aus sowohl seiner Verfügbarkeit (Ausfallfreiheit) als auch seiner Qualität (Störungsfreiheit). Die Zuverlässigkeit wird als Prozentwert ausgedrückt. 99% würde als zwei Zuverlässigkeits-Neuner ausgedrückt werden. 99.9% wäre drei Neuner zuverlässig, 99.99% wäre vier Neuner zuverlässig und so weiter. Ein gut geführtes elektrisches System in OECD Nationen hat eine Zuverlässigkeit von etwa drei Zuverlässigkeits-Neunern. Bei einem 24 x 7-Betrieb bedeutet dies etwa 8,8 Stunden pro Jahr, in denen die Verfügbarkeit und Qualität des elektrischen Systems nicht ausreichend ist, um eine betriebskritische elektronische Last zuverlässig mit Spannung zu versorgen.